AOK unterstützt Suchtpräventionsprojekte des Landratsamts Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm
Suchtprävention bedeutet, Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig zu stärken, Orientierung zu geben und gesunde Entwicklung zu fördern, bevor aus Belastungen oder riskantem Verhalten ernsthafte Probleme entstehen. Sie ist damit weit mehr als reine Aufklärung über Suchtmittel: Sie fördert Gesundheitsbewusstsein und Resilienz, und hilft Menschen dabei, Herausforderungen im Alltag gesund zu bewältigen. Die AOK Ulm-Biberach setzt dafür nun ein sichtbares Zeichen und unterstützt die Suchtpräventionsarbeit des Landratsamts Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm mit 7.640 Euro.
Im Rahmen einer Scheckübergabe überreichte Susanna Kraus-Janik, Koordinatorin Prävention in Lebenswelten bei der AOK Ulm-Biberach, den Förderbetrag an Andrea Rösch, Beauftragte für Suchtprävention des Landratsamts Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm.
Mit der finanziellen Unterstützung werden insbesondere Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien gefördert. Ziel ist es, frühzeitig über die Risiken von Suchtmitteln aufzuklären, Schutzfaktoren zu stärken und gesunde Lebensweisen zu fördern. Die Angebote reichen von Workshops für Jugendliche über Elternabende bis hin zu Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der frühen Prävention: Mit ‚Kita-Move‘ steht ein Angebot für den Bereich der frühkindlichen Bildung zur Verfügung, das Fachkräfte dabei unterstützt, Eltern frühzeitig und alltagsnah anzusprechen, Erziehungskompetenzen zu stärken und problematische Entwicklungen sensibel wahrzunehmen. Gerade in einer Zeit, in der viele Familien unter zunehmendem Druck stehen, ist diese frühe Unterstützung von großer Bedeutung.
Auch im Jugendbereich werden die Mittel gezielt eingesetzt. So können im Dezember 2026 weitere wichtige Fortbildungsangebote umgesetzt werden, die durch die Projektanträge mit Unterstützung der AOK weitgehend finanziert werden. Dazu gehört insbesondere das dreitägige Seminar ‚MOVE‘ für Fachkräfte, die mit konsumierenden oder experimentierenden Jugendlichen arbeiten. ‚MOVE‘ vermittelt praxisnah, wie Jugendliche mit kurzen, motivierenden Gesprächen frühzeitig erreicht werden können, bevor sich riskanter Konsum verfestigt. Im Zentrum steht eine wertschätzende Gesprächsführung, die Veränderungsbereitschaft stärkt und junge Menschen dabei unterstützt, ihr Verhalten zu reflektieren und bei Bedarf Hilfe anzunehmen. Das Seminar richtet sich unter anderem an Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Mitarbeitende in der Jugendarbeit sowie Engagierte in Vereinen und findet am 2. und 3. Dezember sowie am 16. Dezember 2026 im Landratsamt Alb-Donau-Kreis statt. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 14 Personen begrenzt, Anmeldeschluss ist der 26. November 2026. Interessierte können sich direkt per E-Mail an Andrea Rösch wenden (andrea.roesch@alb-donau-kreis.de).
Andrea Rösch betont die Bedeutung der Förderung: „Suchtprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Unterstützung der AOK hilft uns, unsere Angebote weiter auszubauen und noch mehr Menschen zu erreichen. Besonders wichtig ist uns, Kinder schon in der Kita und später in der Schule frühzeitig zu stärken und Eltern sowie pädagogische Fachkräfte als verlässliche Partner einzubeziehen.“


