Breitbandausbau im Alb-Donau-Kreis

Schnelles Internet - ein wichtiger Standortfaktor

Der digitale Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen, vor der der Alb-Donau-Kreis sowie ganz Deutschland in den kommenden Jahren stehen. Weltweite Vernetzung von Arbeitsabläufen, digitaler Informationsaustausch und damit flexibles Arbeiten – unsere Berufswelt verändert sich durch die zunehmende Digitalisierung in hohem Maße. Leistungsfähige Breitbandanschlüsse sind somit die Grundlage für Gewerbebetriebe, freie Berufe, Privathaushalte, Schulen und kommunale Liegenschaften. Die Anbindung an die schnelle und staufreie Datenautobahn ist zum zentralen Standortfaktor geworden und entscheidend für die Attraktivität einer Gemeinde als Wirtschafts- und Wohnstandort.

Vernetzung im interkommunalen Verbund

Im November 2015 entstand der „Kommunale Pakt zum Netzausbau Komm.Pakt.Net“ als kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts. Ziel des Verbundes aus acht Landkreisen und über 200 Städten und Gemeinden ist es, die Bevölkerung im Verbundgebiet mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen zu versorgen. Hierzu übernimmt der Verbund die Planung, Errichtung, Unterhaltung und Weiterentwicklung der Glasfasernetze. Auch der Alb-Donau-Kreis ist dem Verbund als Gründungsmitglied beigetreten und setzt sich auf diesem Weg für einen flächendeckenden Breitbandausbau ein.

Beratung und Unterstützung der Kommunen durch das Landratsamt

Die Breitbandkoordinatorinnen im Fachdienst Kreisentwicklung des Landratsamts beraten und unterstützen die Städte und Gemeinden bei allen Fragen rund um den Breitbandausbau in enger Zusammenarbeit mit dem kommunalen Verbund Komm.Pakt.Net.

Schritt für Schritt zur flächendeckenden Breitbandversorgung

Der Ausbau des kreisweiten Backbones schreitet in den Städten und Gemeinden im Landkreis weiter voran. Dieses Backbone-Netz bindet alle Städte und Gemeinden mit Glasfaser an und ist zentrale Basis der flächendeckenden Breitbandversorgung im Alb-Donau-Kreis. Das vollständige Backbone-Netz soll weitgehend bis Ende 2020 hergestellt sein.

Derzeit ergibt sich folgender Ausbaustand für das Backbone-Netz (Stand: 15.11.2019):
Planung Backbone-Netz gesamt: 651 km
Davon gebaut: 498 km
Davon bereits mit Glasfaser belegt: 275 km
Noch zu bauen: Backbone-Trassen 153 km
Backbone-Netz in Betrieb:
(Bestand und neu)
240 km

Die Technologie der Zukunft: Glasfaser

In einem ersten Schritt wird das Backbone-Netz erstellt. Wo immer möglich erfolgt in vielen Städten und Gemeinden gleichzeitig auch der FTTC-Ausbau (fiber to the curb). Das bedeutet, dass das Glasfaser-Kabel bis zum Kabelverzweiger gelegt wird. Damit sind dann deutlich höhere Bandbreiten (Mbit/s) für Betriebe, öffentliche Einrichtungen und für die angrenzenden Einwohnerinnen und Einwohner verfügbar. Langfristiges Ziel ist es, alle Gebäude an das Glasfasernetz anzubinden und Hausanschlüsse herzustellen (FTTB-Ausbau = fiber to the building).

Förderung vom Land

Im Jahr 2018 war der Alb-Donau-Kreis Spitzenreiter bei der Breibandförderung durch das Land Baden-Württemberg. 11,63 % der insgesamt 112,426 Mio. Euro Breitbandfördergelder erhielten die Städte und Gemeinden im Alb-Donau-Kreis.
Im Zeitraum vom 1. August 2015 bis einschließlich 15. November 2019 wurden vom Land Baden-Württemberg fast 37 Mio. Euro Fördergelder für den Breitbandausbau im Alb-Donau-Kreis bewilligt:

Anzahl der Förderanträge: 182
Auftragsvolumen (Mio. Euro brutto): 89,58
Bewilligte Fördergelder (Mio. Euro netto): 36,82
Anzahl der Bewilligungen: 161

Mit der hohen Anzahl an Bewilligungen in den Jahren 2016 bis 2018 wurden die Grundlagen für den Breitbandausbau im Alb-Donau-Kreis geschaffen. Aktuell wird in vielen Städten und Gemeinden gebaut, damit das Ziel, den kreisweiten Backbone bis 2020 fertig zu stellen, erreicht werden kann. Der Alb-Donau-Kreis wird auch künftig den Glasfaserausbau weiter vorantreiben.

Bildergalerie vom Breitbandausbau


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