Vielfalt ist Trumpf: Der Alb-Donau-Kreis

Eine große landschaftliche Vielfalt kennzeichnet den Alb-Donau-Kreis. Von den Hochflächen der Schwäbischen Alb im Norden und Westen mit ihren charakteristischen Wacholderheiden führen die Täler von Blau und Lone, Schmiech und Lauter zu den Flusslandschaften von Donau und Iller im Süden und Osten des Landkreises. Größte Stadt im Landkreis ist Ehingen mit knapp 26.000 Einwohnern.
 
Auf der Alb lagen die überwiegend evangelischen Gebiete der Reichsstadt Ulm und des Herzogtums Württemberg. Entlang von Donau und Iller reihen sich die vom Barock geprägten Städte, Kirchen und Klöster des katholischen Oberschwabens. Hier gab es kleinteilige Herrschaftsgebiete der Reichsritterschaft, der Klöster und Vorderösterreichs. In ganz andere, fernere Zeiträume führen die kleinen, kunstvoll geschnitzten Elfenbeinfiguren und Flöten zurück, die in den Höhlen des Lone- und des Achtals gefunden wurden. Mit einem Alter von 40.000 Jahren zählen sie zu den frühesten Kunstwerken der Menschheit. Die Flöten gelten als älteste Musikinstrumente der Menschheit. Die Fundhöhlen im Ach- und Lonetal sind seit 2017 UNESCO-Welterbe.
 
Ab dem 19. Jahrhundert spielte die Kalk- und Zementindustrie eine bedeutende Rolle für die Industrialisierung im heutigen Alb-Donau-Kreis. Sie ist auch jetzt noch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Heute ist die Wirtschaftsstruktur des Kreises unter anderem geprägt von Maschinen-, Werkzeug- und Sondermaschinenbau, Kfz-Zulieferung, pharmazeutischer Industrie und Logistik, Großhandel und einem überdurchschnittlich wachsenden Dienstleistungsbereich. Eng verflochten ist der Landkreis mit der Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Ulm. Daher befindet sich auch das Landratsamt in der kreisfreien und zentral zum Kreisgebiet liegenden Großstadt.
 
Die gute Mischung von Gewerbe und Dienstleistungen führte zu einer überdurchschnittlichen Arbeitsplatzentwicklung. Im Alb-Donau-Kreis arbeiten über 50.000 versicherungspflichtig Beschäftigte. Auch die Bevölkerungsentwicklung in den vergangenen drei Jahrzehnten war rasant. Seit der Gründung des Landkreises im Jahr 1973 wuchs die Bevölkerung um rund 26 Prozent auf mehr als 193.000.
 
Längst hat der Tourismus die Kultur- und Ferienlandschaften im Alb-Donau-Kreis entdeckt: steile Flusstäler, Höhlen und Quellen, die Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb, weite Riedlandschaften bei Langenau, zahlreiche Burganlagen und Schlösser, die großen Klosteranlagen in Blaubeuren und Obermarchtal, sehenswerte historische Altstädte in Blaubeuren, Ehingen, Munderkingen, Schelklingen und Oberdischingen. Teile des Kreisgebietes gehören zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb; der Landkreis ist überdies Teil des UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb.
 
Der Alb-Donau-Kreis ist, gemeinsam mit der Stadt Ulm und dem Landkreis Neu-Ulm Teil der „Innovationsregion Ulm“.