Wenn Textilien zu Kunst werden: SCHULKUNST-Ausstellung im Landratsamt eröffnet

Bild zeigt einen Blick in die Ausstellung

„Kunstunterricht ist weit mehr als ein schönes Zusatzangebot im Schulalltag. Er eröffnet Kindern und Jugendlichen Räume, in denen sie ausprobieren, gestalten und neue Ausdrucksformen finden können. Gerade in einer Zeit, in der vieles schnell, digital und flüchtig geworden ist, sind kreative Prozesse von besonderem Wert. Sie fördern den Mut, neue Wege zu gehen, andere Perspektiven einzunehmen und eigene Ideen sichtbar zu machen“, sagte die Stellvertreterin des Landrats und Erste Landesbeamtin Dr. Diana Kohlmann anlässlich der Eröffnung der SCHULKUNST-Ausstellung 2026 im Landratsamt Alb-Donau-Kreis.

Die diesjährige Ausstellung steht unter dem Thema „textil“. Damit rückt ein Bereich in den Mittelpunkt, der im Alltag allgegenwärtig ist und zugleich ein breites künstlerisches Spektrum eröffnet. Textilien begegnen uns als Kleidung, als Material, als Oberfläche, als Struktur und als Ausdruck von Identität. Im Kunstunterricht werden sie zum Ausgangspunkt für sehr unterschiedliche gestalterische Auseinandersetzungen – in Zeichnung und Malerei ebenso wie in plastischen Arbeiten, Installationen, performativen Formaten oder freien Experimenten mit Stoffen, Mustern und Geweben.
 
Wie vielfältig, ideenreich und ausdrucksstark junge Kunst sein kann, zeigt die diesjährige SCHULKUNST-Ausstellung eindrucksvoll. Insgesamt beteiligen sich 20 Schulen aus dem Alb-Donau-Kreis und aus Ulm. Vertreten sind alle Schulformen – von Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und SBBZ über Realschulen und Gymnasien bis hin zu beruflichen Schulen. Mit dabei sind außerdem das Zentrum für Gestaltung Ulm und das Bildungshaus Ulmer Spatz. Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus: Unterschiedliche Altersgruppen, verschiedene schulische Hintergründe und ganz eigene künstlerische Zugänge kommen hier zusammen.
 
Das SCHULKUNST-Programm des Landes Baden-Württemberg ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Baustein kultureller Bildung. Es macht sichtbar, welche schöpferische Kraft im Kunstunterricht steckt und welche Bedeutung ästhetische Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen hat. Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zeigen, wie aus Materialerfahrung, Neugier und gestalterischem Mut eindrucksvolle Werke entstehen, die weit über das Alltägliche hinausweisen. Durch die Ausstellung wird deutlich, dass Kunstunterricht einen zentralen Beitrag zur Kreativitätsförderung und Persönlichkeitsentwicklung leisten kann.
 
Die Ausstellung läuft bis zum 5. Juni 2026 und ist in dieser Zeit während der allgemeinen Öffnungszeiten des Landratsamtes zugänglich (Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:30 Uhr sowie Donnerstag von 8:00 bis 17:30 Uhr).