Appell an Bevölkerung, Landwirtschaft und Vereine: Verzichten Sie auf die Wasserentnahme aus Flüssen!
Im Alb-Donau-Kreis sind die Temperaturen seit einigen Tagen hoch, gleichzeitig gab es zuletzt fast keine Niederschläge – dadurch sind die Wasserstände in mehreren Gewässern bereits deutlich gesunken und befinden sich teilweise auf einem sehr niedrigen Niveau. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis ruft daher die Bevölkerung, die Landwirtschaft sowie Vereine, wie Sport- und Obst- und Gartenbauvereine, dazu auf, auf Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen zu verzichten und dort, wo es zwingend notwendig ist, möglichst sparsam mit dem Wasser umzugehen.
So liegen beispielsweise der Wasserstand des Stehenbachs in Unterstadion ebenso wie der Wasserstand der Großen Lauter bei Lauterach (Stand: 27.05.2026) unter dem Mittelwert der niedrigsten jährlichen Wasserstände. Auch der Abfluss der Donau liegt derzeit unter dem Mittelwert der niedrigsten jährlichen Abflüsse. Einen Überblick über die aktuelle Niedrigwassersituation liefert das Niedrigwasser-Informationszentrum Baden-Württemberg unter www.niz.baden-wuerttemberg.de.
Die anhaltend niedrigen Wasserstände haben unmittelbare Auswirkungen auf die ökologischen Verhältnisse in den Gewässern: Sinkt der Wasserstand, erwärmen sich Bäche und Flüsse schneller, gleichzeitig verringert sich der Sauerstoffgehalt. Dies verschlechtert die Lebensbedingungen für Fische, Kleinlebewesen und andere Wasserorganismen deutlich und kann die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer deutlich beeinträchtigen. Zusätzlich nimmt bei geringem Abfluss der relative Anteil von geklärtem Abwasser im Verhältnis zum natürlichen Flusswasser zu. Dies belastet die Gewässer zusätzlich.
Jede und jeder kann aktiv dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht in den Fließgewässern zu erhalten und die Tiere und Organismen in der angespannten Niedrigwassersituation zu entlasten, indem er auf eine Wasserentnahme verzichtet. Denn eine Wasserentnahme würde die aktuell schwierige Situation der Flüsse und Bäche sowie der Tiere und Wasserorganismen zusätzlich verschärfen.
Im Sommer 2025 hat das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der geringen Wasserstände zeitweise ein Entnahmeverbot zum Schutz der Gewässer ausgesprochen. Sollte sich die aktuelle Situation weiter zuspitzen, ist deshalb erneut damit zu rechnen. In diesem Fall wird das Landratsamt Alb-Donau-Kreis erneut per Pressemitteilung informieren.
Bei Fragen können sich Betroffene an das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz wenden, per E-Mail an umwelt-arbeitsschutz@alb-donau-kreis.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0731/185-1115.


