Dolmetscher dürfen künftig bei Gesundheitsthemen übersetzen
Im Jahr 2017 hat das Landratsamt Alb-Donau-Kreis den internationalen Dolmetscherpool ins Leben gerufen, nun kann der Einsatzbereich der Ehrenamtlichen dank eines Förderaufrufs des Sozialministeriums Baden-Württemberg erweitert werden: Künftig dürfen sie auch bei Gesundheitsthemen übersetzen.
Insgesamt 18 ehrenamtlich tätige Sprachmittlerinnen und Sprachmittler haben erfolgreich an einer Fortbildungsreihe zum Thema „Dolmetschen im Gesundheitswesen“ teilgenommen. Sie erwarben fundierte Kenntnisse über das deutsche Gesundheitssystem, die Kinder- und Jugendmedizin sowie das Dolmetschen in Psychotherapie- und Beratungssituationen. Ergänzend wurden nochmals die Grundlagen des ehrenamtlichen Dolmetschens aufgefrischt und spezifisch für das Gesundheitswesen vertieft. Insgesamt umfasste die Fortbildung 21 Unterrichtsstunden.
Bislang war das Dolmetschen im medizinischen Kontext vom Angebot des Internationalen Dolmetscherdienstes ausgenommen. Grund dafür waren die hohen Anforderungen und besonderen Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich. Mit der zusätzlichen Qualifikation „Dolmetschen im Gesundheitswesen“ können registrierte Einsatzstellen nun erstmals auf speziell geschulte Ehrenamtliche zurückgreifen. Die ersten Piloteinsätze sind noch für Januar 2026 geplant.
Interessierte können sich bei Stefanie Schweinstetter, Amt für Flüchtlinge und Integration im Landratsamt Alb-Donau-Kreis, per E-Mail unter Stefanie.Schweinstetter@alb-donau-kreis.de melden.

