Vogelgrippe H5N8

Die Aviäre Influenza (Geflügelpest oder auch HPAIV), umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Wirt im wilden Wasservogel hat. Die Geflügelpest ist hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.
 
Deutschland und Europa erlebte zwischen Oktober 2020 und April 2021 das bisher schwerste Auftreten der Geflügelpest. Trotz eines deutlichen Rückgangs von Fällen und Ausbrüchen im Laufe des Frühjahrs 2022 wurde die Krankheit auch über den Sommer hinweg immer wieder bei Wasser- und Greifvögeln an den Küsten Deutschlands und Europas nachgewiesen. Das Risiko einer Ausbreitung wird in der Küstenregion weiterhin als hoch eingestuft. Auch Funde von HPAIV-infizierten Wildvögeln in anderen Regionen, besonders in gewässerreichen Gegenden, sind jederzeit weiterhin möglich. Zudem kam es bereits zu Einträgen bei Geflügel und gehaltenen Vögeln.

Im Alb-Donau-Kreis wurden aktuell Geflügelhalter kontrolliert und beprobt, die als Kontaktbetriebe zu einem Ausbruchsbetrieb in Nordrhein-Westfalen gemeldet wurden. Das HPAI Virus wurde im Alb-Donau-Kreis bisher nicht bestätigt. Es wird deshalb dringend empfohlen, die Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern, sodass Geflügel im Seuchenfall sofort aufgestallt werden kann.

Meldepflicht
 
Die Haltung aller Geflügelarten muss beim zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. Die Meldepflicht gilt ohne Ausnahme ab dem ersten Tier und ist für den Tierhalter kostenlos. Im Falle eines Seuchenausbruchs ist die Information über Standorte und Umfang aller Geflügelhaltungen im Landkreis von enormer Wichtigkeit. Ein aktueller Antrag zur Registrierung von Landtieren befindet sich auf dieser Seite unter „Weitere Informationen“.

Eventuelle Aufstallungspflicht und Ausnahmen davon
 
Für den Fall der weiteren Ausbreitung der Aviären Influenza in Süddeutschland und unserer Region trifft das Landratsamt Alb-Donau-Kreis auf der Grundlage einer Risikobewertung, der auch die Einschätzung des FLI zugrunde liegt, die Entscheidung, ob nach § 13 Geflügelpestverordnung zur Vermeidung der Einschleppung der Geflügelpest in Geflügel- und Vogelhaltungen eine Aufstallung des Geflügels im Alb-Donau-Kreis angeordnet wird.
 
Geflügelhalter im Alb-Donau-Kreis können sich bei Unklarheiten hinsichtlich der Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen bei der Geflügelhaltung im Einzelfall von den Amtstierärztinnen und -ärzten des Fachdienstes Verbraucherschutz, Veterinärangelegenheiten beraten lassen. Das Merkblatt des FLI „Nutzgeflügel schützen“ stellt dar, welche Biosicherheitsmaßnamen in einer Geflügelhaltung erforderlich sind.
 
Kontakt: Fachdienst Verbraucherschutz, Veterinärangelegenheiten Tel.: 0731 185-1740; E-Mail veterinaeramt@alb-donau-kreis.de

Weitere Informationen