Sternsingerinnen und Sternsinger besuchen das Landratsamt

„Ihr bringt nicht nur den Segen in dieses Haus, sondern auch eine klare Botschaft: Ihr zeigt uns, dass Mitgefühl, Verantwortung und Einsatz für andere Menschen keine Frage des Alters ist. Mit Eurem Engagement macht Ihr auf Kinder aufmerksam, die sonst oft übersehen werden, und gebt ihnen eine Stimme. Ihr erinnert uns daran, dass wir nicht wegschauen dürfen, wenn Kindern Chancen, Schutz und Zukunft genommen werden“, sagte Landrat Heiner Scheffold beim Besuch der Sternsingerinnen und Sternsinger im Landratsamt Alb-Donau-Kreis.
Sechs Sternsingerinnen und Sternsinger aus Ehingen überbrachten heute den traditionellen Segen „Christus segne dieses Haus“. Der königliche Besuch im Landratsamt ist eine feste Tradition. Die Sternsingerinnen und Sternsinger sind dabei mehr als willkommene Gäste. Seit vielen Jahren gehört das Dreikönigssingen fest zum Jahresbeginn und wird im Alb-Donau-Kreis in zahlreichen Städten und Gemeinden mit großem ehrenamtlichem Engagement getragen. Kinder und Jugendliche ziehen von Haus zu Haus, überbringen den Segen und sammeln Spenden für Kinder in Not. Ihr Besuch sorgt vielerorts für Freude und persönliche Begegnungen und macht zugleich auf die Anliegen der Aktion aufmerksam. Damit zeigen die Sternsingerinnen und Sternsinger, wie wichtig Zusammenhalt, freiwilliges Engagement und der Einsatz für andere auch im Alltag sind.
Die Ergebnisse der Aktion sind beachtlich: Beim Dreikönigssingen 2025 wurden bundesweit rund 46 Millionen Euro an Spenden gesammelt. Ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie stark die Solidarität mit benachteiligten Kindern weltweit ist – und wie viel durch gemeinsames Engagement bewegt werden kann.
In diesem Jahr lenkt die Aktion Dreikönigssingen den Blick auf ein besonders bedrückendes Thema. Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ geht es um Millionen Kinder weltweit, die arbeiten müssen und deshalb keine Schule besuchen können. Beispielland der Aktion 2026 ist Bangladesch, wo viele Familien aus wirtschaftlicher Not auf die Mitarbeit ihrer Kinder angewiesen sind.
„Für uns hier im Alb-Donau-Kreis, wo Bildung und Kinderschutz selbstverständlich erscheinen, ist das kaum vorstellbar“, betonte Scheffold. Umso wichtiger sei es, dass die Sternsinger auf diese Lebensrealitäten aufmerksam machten und konkrete Hilfe ermöglichten. Die gesammelten Spenden unterstützen Projekte, die Kindern Bildung, Schutz und neue Perspektiven eröffnen.
Zum Abschluss dankte Landrat Scheffold den Sternsingerinnen und Sternsingern sowie ihren Begleitpersonen für ihren Einsatz: Ihr Engagement sei ein starkes Zeichen dafür, dass Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und Verantwortung auch in herausfordernden Zeiten gelebt werden.
