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Tuberkulose
Kontakt:
Cornelia Otto, Fachärztin für Innere Medizin
Telefon 0731/1 85-17 06 oder -17 07
tuberkulosesprechstunde@alb-donau-kreis.de
Durch diese Informationen können nicht alle individuellen Fragen beantwortet werden. Vielleicht sind Sie schwanger, wurden erst kürzlich geröntgt, sind krank oder vielleicht rät Ihnen Ihr Arzt zu anderen Maßnahmen. Sprechen Sie mit uns, rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder schicken Sie uns eine E-Mail.
Husten - es könnte auch Tuberkulose sein
Was ist Tuberkulose?
Die Tuberkulose (TBC) ist eine ansteckende Erkrankung (Infektionskrankheit), die durch den Erreger "Mycobacterium tuberculosis" verursacht wird. Etwas mehr als 7 von 100 000 Personen sind im Bundesdurchschnitt an Tuberkulose erkrankt.
Wie wird Lungentuberkulose übertragen?
Eine Ansteckung erfolgt in Deutschland heute praktisch nur noch über die Atemwege von Mensch zu Mensch. Ein an offener Lungentuberkulose Erkrankter gibt beim Sprechen, Husten oder Niesen mit dem Atem feinste Tröpfchen ab, die Tuberkulosebakterien enthalten. Werden sie von einem Gesunden eingeatmet, kann eine Übertragung erfolgen. Im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Windpocken, ist die Tuberkulose weit weniger ansteckend. Die Ansteckungsgefahr wächst jedoch mit der Dauer und der Nähe des Kontakts. Eine Ansteckung über andere Wege, etwa Gebrauchsgegenstände oder Geschirr ist nahezu ausgeschlossen.
Was passiert, wenn man sich mit Tuberkuloserregern angesteckt hat?
In den meisten Fällen gar nichts. Die Bakterien verursachen eine Reaktion im Lungengewebe. Die körpereigene Abwehr umgibt die eingedrungenen Tuberkuloseerreger mit einem Wall von Zellen und schließt sie gleichsam ein.
Nur weniger als 10% der Angesteckten erkranken tatsächlich an Tuberkulose, mehr als 90% haben eine Art Immunisierung erhalten und erkranken nicht.
Einige Menschen, insbesondere Kinder, erkranken direkt im Anschluss an eine Infektion mit Tuberkulose. Es entsteht in der Lunge eine Veränderung, ein sogenannter Herd, den man im Röntgenbild sehen kann. Dieser Herd kann Anschluss an einen Zweig der Luftwege (Bronchus) bekommen. Der beim Husten produzierte Auswurf enthält Erreger, eine "offene" Tuberkulose ist entstanden.
Wie äußert sich eine Tuberkuloseerkrankung?
Häufig verspürt der Kranke wegen des schleichenden Beginns keine oder nur uncharakteristische Beschwerden.
Gerade deshalb ist eine frühe Diagnose wichtig.
Typische Beschwerden sind:
Gelegentlich scheiden auch Patienten, die sich nicht krank fühlen, trotzdem Bakterien aus und können so andere Menschen anstecken.
Was macht das Landratsamt?
Das Landratsamt, Fachdienst Gesundheit hat die Aufgabe, die Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern und die Infektionskette zu unterbrechen. Dazu werden diejenigen Personen in der Umgebung eines Tuberkulosekranken, für die möglicherweise eine Ansteckungsgefahr bestand, erfragt oder sie melden sich selbst. Wir informieren, benachrichtigen, fordern zu Untersuchungen auf oder bitten zur notwendigen Untersuchung ins Gesundheitsamt und helfen bei Fragen weiter. Diese Tätigkeit nennt man Umgebungsuntersuchung, zu der wir gesetzlich verpflichtet sind.
Welche Untersuchungen sind notwendig?
Röntgen - ist das nicht gefährlich?
Nein.
Die Dosis ("Menge" an Strahlung), die eine Lungenaufnahme erfordert, ist mit der Dosis, die man bei einem Transatlantikflug erhält, vergleichbar. Sie beträgt nur einen verschwindenden Bruchteil der Dosis, der jeder von uns unvermeidbar durch natürliche Quellen wie Erd-, Höhen- und sonstige Strahlung ausgesetzt ist. Unnötige Röntgenuntersuchungen müssen vermieden werden - falsche oder zu späte Diagnosen jedoch auch.
Warum sind mehrere Untersuchungen notwendig?
Die Zeit zwischen einer Ansteckung und dem möglichen Ausbruch der Krankheit kann sehr lang sein. Deshalb genügt eine einmalige Untersuchung meist nicht und es sind Nachuntersuchungen notwendig. Ein Facharzt des Fachdienstes Gesundheit legt die Zahl und den Abstand der Untersuchungen nach individuellen Umständen und aktuellen Richtlinien fest.
Wichtige Links
Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie unter anderem auch auf der gemeinsamen Homepage des öffentlichen Gesundheitsdienstes Baden-Württemberg und bei folgenden Institutionen bekommen:
Kontakt:
Cornelia Otto, Fachärztin für Innere Medizin
Telefon 0731/1 85-17 06 oder -17 07
tuberkulosesprechstunde@alb-donau-kreis.de
Durch diese Informationen können nicht alle individuellen Fragen beantwortet werden. Vielleicht sind Sie schwanger, wurden erst kürzlich geröntgt, sind krank oder vielleicht rät Ihnen Ihr Arzt zu anderen Maßnahmen. Sprechen Sie mit uns, rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder schicken Sie uns eine E-Mail.
Husten - es könnte auch Tuberkulose sein
Was ist Tuberkulose?
Die Tuberkulose (TBC) ist eine ansteckende Erkrankung (Infektionskrankheit), die durch den Erreger "Mycobacterium tuberculosis" verursacht wird. Etwas mehr als 7 von 100 000 Personen sind im Bundesdurchschnitt an Tuberkulose erkrankt.
Wie wird Lungentuberkulose übertragen?
Eine Ansteckung erfolgt in Deutschland heute praktisch nur noch über die Atemwege von Mensch zu Mensch. Ein an offener Lungentuberkulose Erkrankter gibt beim Sprechen, Husten oder Niesen mit dem Atem feinste Tröpfchen ab, die Tuberkulosebakterien enthalten. Werden sie von einem Gesunden eingeatmet, kann eine Übertragung erfolgen. Im Vergleich zu anderen Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Windpocken, ist die Tuberkulose weit weniger ansteckend. Die Ansteckungsgefahr wächst jedoch mit der Dauer und der Nähe des Kontakts. Eine Ansteckung über andere Wege, etwa Gebrauchsgegenstände oder Geschirr ist nahezu ausgeschlossen.
Was passiert, wenn man sich mit Tuberkuloserregern angesteckt hat?
In den meisten Fällen gar nichts. Die Bakterien verursachen eine Reaktion im Lungengewebe. Die körpereigene Abwehr umgibt die eingedrungenen Tuberkuloseerreger mit einem Wall von Zellen und schließt sie gleichsam ein.
Nur weniger als 10% der Angesteckten erkranken tatsächlich an Tuberkulose, mehr als 90% haben eine Art Immunisierung erhalten und erkranken nicht.
Einige Menschen, insbesondere Kinder, erkranken direkt im Anschluss an eine Infektion mit Tuberkulose. Es entsteht in der Lunge eine Veränderung, ein sogenannter Herd, den man im Röntgenbild sehen kann. Dieser Herd kann Anschluss an einen Zweig der Luftwege (Bronchus) bekommen. Der beim Husten produzierte Auswurf enthält Erreger, eine "offene" Tuberkulose ist entstanden.
Wie äußert sich eine Tuberkuloseerkrankung?
Häufig verspürt der Kranke wegen des schleichenden Beginns keine oder nur uncharakteristische Beschwerden.
Gerade deshalb ist eine frühe Diagnose wichtig.
Typische Beschwerden sind:
- Husten oder Hüsteln, manchmal mit Blutbeimengungen (Wichtigstes Symptom)
- Krankheitsgefühl und Müdigkeit
- Leistungsschwäche
- Gewichtsabnahme und Appetitlosigkeit
- Fieber
- starkes nächtliches Schwitzen
- Schmerzen oder Stechen im Brustkorb
Gelegentlich scheiden auch Patienten, die sich nicht krank fühlen, trotzdem Bakterien aus und können so andere Menschen anstecken.
Was macht das Landratsamt?
Das Landratsamt, Fachdienst Gesundheit hat die Aufgabe, die Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern und die Infektionskette zu unterbrechen. Dazu werden diejenigen Personen in der Umgebung eines Tuberkulosekranken, für die möglicherweise eine Ansteckungsgefahr bestand, erfragt oder sie melden sich selbst. Wir informieren, benachrichtigen, fordern zu Untersuchungen auf oder bitten zur notwendigen Untersuchung ins Gesundheitsamt und helfen bei Fragen weiter. Diese Tätigkeit nennt man Umgebungsuntersuchung, zu der wir gesetzlich verpflichtet sind.
Welche Untersuchungen sind notwendig?
- Röntgenaufnahme der Lunge
Sie ist die sicherste Methode um eine ansteckungsfähige Lungentuberkulose auszuschließen. - Tuberkulintestung
Er wird meist am linken Unterarm angelegt. In der Regel ist, wenn jemals Kontakt zu Tuberkulosebakterien bestand, nach 4-7 Tagen ein Knötchen tastbar. Zeigt sich nichts, ist eine Ansteckung unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen.
10% aller tatsächlich Kranken zeigen bei diesem Test keine Reaktion.
Ebenso kann der Test falsch positiv ausfallen, z.B. nach einer frühen Tuberkulose-Impfung. Bei älteren Menschen ist er generell unzuverlässiger als bei jüngeren. Deshalb genügt unter Umständen ein alleiniger Hauttest nicht. - Interferon-Gamma-Test (Quantiferontest)
Dieser neue Test wird in der Regel bei positivem Tuberkulintest angeschlossen. Er zeigt noch spezifischer eine Infektion mit Tuberkulose-Bakterien an und fällt z.B. bei früherer Tuberkulose-Impfung nicht positiv aus. Für diesen Test ist eine Blutentnahme aus der Vene erforderlich. In einigen Fällen, z.B. bei Menschen über 60 Jahre oder medizinischem Personal, kann der Bluttest auch ohne vorherigen Tuberkulintest durchgeführt werden.
Röntgen - ist das nicht gefährlich?
Nein.
Die Dosis ("Menge" an Strahlung), die eine Lungenaufnahme erfordert, ist mit der Dosis, die man bei einem Transatlantikflug erhält, vergleichbar. Sie beträgt nur einen verschwindenden Bruchteil der Dosis, der jeder von uns unvermeidbar durch natürliche Quellen wie Erd-, Höhen- und sonstige Strahlung ausgesetzt ist. Unnötige Röntgenuntersuchungen müssen vermieden werden - falsche oder zu späte Diagnosen jedoch auch.
Warum sind mehrere Untersuchungen notwendig?
Die Zeit zwischen einer Ansteckung und dem möglichen Ausbruch der Krankheit kann sehr lang sein. Deshalb genügt eine einmalige Untersuchung meist nicht und es sind Nachuntersuchungen notwendig. Ein Facharzt des Fachdienstes Gesundheit legt die Zahl und den Abstand der Untersuchungen nach individuellen Umständen und aktuellen Richtlinien fest.
Wichtige Links
Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie unter anderem auch auf der gemeinsamen Homepage des öffentlichen Gesundheitsdienstes Baden-Württemberg und bei folgenden Institutionen bekommen:
| Robert-Koch-Institut | www.rki.de |
| Weltgesundheitsorganisation | www.who.int |
| Universität Ulm | www.uni-ulm.de |
| Bundesministerium für Gesundheit | www.bmg.bund.de |
| Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg | www.gesundheitsamt-bw.de |