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Einbürgerung



Anspruchseinbürgerung

Wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, haben Sie ein Recht auf Einbürgerung nach § 10 Staatsangehörigkeitsgesetz.

Wenn Sie keinen Einbürgerungsanspruch haben, kann eine Ermessenseinbürgerung nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz möglich sein (z.B. bei deutschen Ehegatten). Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich bei der Einbürgerungsbehörde.

Die Einbürgerungsbehörde des Alb-Donau-Kreises in Ulm ist für alle ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alb-Donau-Kreis zuständig (einschließlich Stadtbereich Ehingen und Altkreis Ehingen).

Grundvoraussetzungen:
  • Antrag

    • Die Einbürgerung erfolgt nur auf Antrag.
    • Der Einbürgerungsantrag ist bei der Einbürgerungsbehörde des Landratsamts in Ulm erhältlich. Die persönliche Vorsprache ist wegen des umfangreichen Verfahrens und des Erläuterungsbedarfs gewünscht.
    • Wer das 16. Lebensjahr vollendet hat, kann den Antrag selbst stellen.


  • Inlandsaufenthalt

    • Sie müssen seit acht Jahren Ihren gewöhnlichen Aufenthalt rechtmäßig in Deutschland haben. Ein siebenjähriger rechtmäßiger, gewöhnlicher Aufenthalt genügt dann, wenn sie einen Integrationskurs erfolgreich absolviert haben.


  • Sicherer Aufenthaltsstatus

    Sie müssen:
    • Eine Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung nach dem Ausländergesetz oder Aufenthaltserlaubnis-EU (altes Recht) besitzen.
    • oder eine Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltserlaubnis-EU oder Niederlassungserlaubnis nach dem Aufenthaltsgesetz (neues Recht) besitzen. Die Aufenthaltserlaubnis nach neuem Recht genügt jedoch nicht, in allen Fällen. Auskunft erteilt Ihnen die Einbürgerungsbehörde.
    • oder freizügigkeitsberechtigter Bürger der Europäischen Union,von Island, Lichtenstein oder Norwegen sein.


  • Loyalitätserklärung

    • Sie müssen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland anerkennen und hierzu eine Erklärung abgeben (Loyalitätserklärung).


  • Deutschkenntnisse

    • Sie müssen über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Haben Sie in Deutschland keine Schule besucht oder einen Integrationskurs usw. erfolgreich absolviert, so sind die erforderlichen Deutschkenntnisse durch eine Prüfung (z.B. bei der Volkshochschule) nachzuweisen.


  • Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln

    • Sie müssen den Lebensunterhalt grundsätzlich für sich und Ihre unterhaltsberechtigten Familienangehörigen ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Arbeitslosengeld II) oder Sozialgesetzbuch XII (Sozialhilfe) bestreiten können.


  • Keine erheblichen Strafen

    Sie dürfen nicht wegen einer erheblichen Straftat verurteilt worden sein. Außer Betracht bleiben
    • Erziehungsregeln oder Zuchtmittel nach dem Jugendgerichtsgesetz
    • Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen
    • Freiheitsstrafen bis zu sechs Monaten, wenn sie zur Bewährung ausgesetzt wurden und die Strafe nach Ablauf der Bewährungszeit erlassen wurde.
    • Wird gegen Sie strafrechtlich ermittelt, ist die Entscheidung über den Einbürgerungsantrag zurückzustellen, bis das Strafverfahren abgeschlossen ist.


  • Aufgabe und Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit

    • Sofern Ihre bisherige Staatsangehörigkeit mit der Einbürgerung nicht automatisch nach Ihrem Heimatrecht verlieren, müssen Sie Ihre bisherige Staatsangehörigkeit grundsätzlich aufgeben. Staatsangehörige von EU-Staaten sowie der Schweiz können Ihre bisherige Staatsangehörigkeit weiter behalten; Auskunft erteilt die Einbürgerungsbehörde.

    • Um die Entlassung aus Ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit betreiben zu können, erhalten Sie von der Einbürgerungsbehörde eine Einbürgerungszusicherung, sofern Sie die sonstigen Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllen.


  • Miteinbürgerung von Familienangehörigen nach § 10 Abs. 2 Staatsangehörigkeitsgesetz

    • Ihr Ehegatte und Ihre minderjährigen Kinder können zusammen mit Ihnen eingebürgert werden, auch wenn sich Ihre Angehörigen noch nicht acht Jahre rechtmäßig in Deutschland aufhalten.

    • Die miteinzubürgernden Familienangehörigen müssen aber grundsätzlich die vorgenannten Voraussetzungen für den Anspruch auf Einbürgerung erfüllen.

    • Bei einem miteinzubürgernden Ehegatten genügt jedoch ein rechtmäßiger Inlandsaufenthalt von vier Jahren bei zweijähriger Dauer der ehelichen Lebensgemeinschaft.

    • Die Miteinbürgerung eines minderjährigen Kindes, das im Zeitpunkt der Einbürgerung das 16. Lebensjahr vollendet hat, setzt voraus, dass es selbständig eingebürgert werden könnte.





Gebühr für die Einbürgerung: 255,00 Euro
Sonderregelungen: Für minderjährige Kinder, die zusammen mit ihren Eltern oder einem Elternteil eingebürgert werden, beträgt die Gebühr 51,00 Euro, wenn das Kind noch keine Einkünfte hat.


Diese Information ist rechtlich unverbindlich. Sollten Sie Fragen zum Ausländerrecht haben, können Sie gerne unter den bekannten Telefonnummern nachfragen.

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