Informationen zu Fällen von Coronavirus-Varianten im Alb-Donau-Kreis

Teil der Testergebnisse steht noch aus / Verschärfte Quarantäne-Regeln für Kontaktpersonen

Nachdem am vergangenen Donnerstag fünf Fälle von Coronavirus-Varianten im Landkreis bekannt wurden, veranlasste das Gesundheitsamt im Landratsamt Alb-Donau-Kreis in Zusammenhang mit diesen Fällen zahlreiche Testungen, um die Ausbreitung von Coronavirus-Varianten schnellstmöglich einzudämmen. Der Großteil der Testergebnisse steht derzeit noch aus.

Die Zahl der Mutationsbefunde im Alb-Donau-Kreis hat sich zwischenzeitlich um neun weitere Befunde auf 14 Fälle erhöht.
 
Einer der neu eingetroffenen Befunde ist dem Importunternehmen mit Sitz im Industriegebiet Ulm-Donautal zuzuordnen, das letzte Woche bereits zwei Fälle von Virus-Varianten innerhalb der Belegschaft verzeichnete. Bei den anderen acht Befunden, die über das Wochenende im Gesundheitsamt eingingen, handelt es sich nach derzeitigem Kenntnisstand um kleinere Infektionsgeschehen. Die verschiedenen Ausbrüche scheinen entsprechend der aktuellen Sachlage nicht miteinander in Verbindung zu stehen.
 
Reihentestungen im Industriegebiet Ulm-Donautal
Während die gesamte Belegschaft des bereits erwähnten Importunternehmens am Freitag abgestrichen werden konnte, dauern die Testungen der Arbeiterschaft einer ebenfalls im Donautal gelegenen Großbaustelle bis morgen Abend an. Die fortlaufend eintreffenden Befunde zeigen, dass sich in beiden Fällen weitere Personen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Innerhalb des Importunternehmens sind bislang weitere 22 Angestellte Covid-19 positiv, im Kontext der Großbaustelle sind derzeit 46 Infektionen bekannt – darunter auch Bewohner der Sammelunterkunft auf dem Gelände des St. Konradihauses in Schelklingen. Ob es sich dabei um Ansteckungen mit Virus-Varianten handelt, ist derzeit unklar. Die positiven PCR-Testergebnisse werden einer Mutationsanalyse unterzogen.
 
Jugendwohnheim St. Konradihaus in Schelklingen
Der Verdacht, dass sich auch ein im Jugendwohnheim St. Konradihaus lebender Jugendlicher mit einer Coronavirus-Variante infiziert haben könnte, hat sich nicht bestätigt. Er ist zwar Covid-19 positiv, in seinem Fall konnte aber keine Mutation nachgewiesen werden. Über die letzte Woche durchgeführte Reihentestung wurden zwei weitere Corona-Infektionen unter den Heimbewohnern sowie drei Fälle in der Mitarbeiterschaft entdeckt. Wegen der Quarantänemaßnahmen steht das Gesundheitsamt in engem Kontakt mit der Heimleitung.
 
Verschärftes Kontaktpersonenmanagement und längere Quarantäne für Kontaktpersonen von Mutationsfällen
Das Gesundheitsamt arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der Isolierung und Kontaktpersonennachverfolgung, um weitere Infektionen mit den hochansteckenden Virus-Varianten zu verhindern. Das Kontaktpersonenmanagement wird hierfür weiter verschärft. Nach einem neuen Erlass des Sozialministeriums gelten für Kontaktpersonen in Zusammenhang mit Fällen von Virus-Mutationen verschärfte Regelungen: Die Quarantänedauer wird von zehn auf 14 Tage verlängert. Auch Personen, die mit einer Kontaktperson ersten Grades zu einem Virus-Varianten-Fall in einer faktischen Haushaltsgemeinschaft, z. B. einer Familie leben, müssen sich nun ebenfalls für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. „Bei diesen Virusmutationen kommt es darauf an, dass wir sie bestmöglich eindämmen. Diesem ‚Containment‘ kommt hierbei höchste Bedeutung zu“, sagte ein Sprecher.