Alb-Donau-Kreis erreicht Platz 3 im Zubau an Photovoltaikleistung im Jahr 2020

Der Ausbau grüner Energie im Landkreis schreitet voran. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) hat über Anlagedaten des Marktstammdatenregisters und der Bundesnetzagentur ermittelt, welche Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg im Jahr 2020 den meisten Zuwachs an Photovoltaik-Kapazität pro Einwohner (Watt peak/Einwohner) verzeichnen konnten. Dabei belegt der Alb-Donau-Kreis mit 122 Watt peak pro Einwohner landesweit den dritten Platz der beim Solarstromausbau erfolgreichsten Regionen.

Das Photovoltaiknetzwerk Baden-Württemberg hat dem Landkreis dafür eine Urkunde verliehen.
 
„Diese Auszeichnung ist ein Beleg für die sehr hohe Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger des Alb-Donau-Kreises in Photovoltaik und somit in erneuerbare Energie zu investieren. Sie zeigt auch, dass jede und jeder Einzelne durch einen kleinen, aber sehr wichtigen Beitrag etwas zur Erreichung der Klimaziele beitragen kann. In der aktiven Beteiligung der Bevölkerung liegt einer der Schlüssel zur Energiewende“, sagte Landrat Heiner Scheffold.
 
Besonders auffällig ist der hohe Anteil an kleinen Anlagen (42 Prozent) mit einer Leistung von 0,3 bis 30 Kilowatt peak (kWp), die auf kleineren Dachflächen installiert sind – beispielsweise auf Einfamilienhäusern, Garagen und Carports. Der Großteil an Leistung kommt allerdings zu 55 Prozent aus Großanlagen mit einer Leistung zwischen 30 und bis zu 680 kWp. Diese stehen nicht nur auf Freiflächen, sondern sind häufig auch auf Dächern landwirtschaftlich und gewerblich genutzter Gebäude zu finden. Schlüsselt man die Daten nach Standorten auf, zeigt sich, dass die Städte Ehingen (2530 kWp) und Blaubeuren (1455 kWp) den stärksten Zubau an Photovoltaik-Anlagen aufweisen. Bei der Leistung pro Einwohner erreichten jedoch Rottenacker (2600 Wp/E) und Schelklingen (399 Wp/E) die höchsten Werte. In der Kategorie der kleineren Anlagen (0,3-3 kWp) fällt besonders der starke Ausbau im ländlichen Raum auf: Hier rangieren Rottenacker (360 Wp/E) und Neenstetten (148 kWp) auf den vorderen Plätzen.
 
Information
Das Photovoltaiknetzwerk Baden-Württemberg ist ein vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördertes Netzwerk aus verschiedenen Vereinen, Energieagenturen, Hochschulen, Kammern und Kommunen, welche sich zum Ziel gesetzt hat, den Photovoltaikausbau im Land zu beschleunigen.
 
Ansprechpartner und Kernakteure in der Region Donau-Iller ist der Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. (unw e.V.) sowie die Regionale Energieagentur Ulm. Der unw e.V. bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen und Schulungen für Privatpersonen zum Thema „Ausbau an Photovoltaik“ an. Mehr Informationen unter:
 
https://www.unw-ulm.de/index.php/projekte/regionales-photovoltaik-netzwerk-donau-iller/
 
Individuelle Beratung zum Thema Photovoltaik, erneuerbare Energien sowie Gebäude- und Energieberatung erhalten Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen bei der Regionalen Energieagentur Ulm:
 
http://www.regionale-energieagentur-ulm.de/