Corona-Fälle in Ulmer Club - Gesundheitsamt warnt Gäste über Luca-App

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Alb-Donau-Kreis hat positive PCR-Befunde von drei Personen erhalten, die sich vergangenen Mittwoch alle zur gleichen Zeit in einem Ulmer Club aufgehalten haben. Es ist davon auszugehen, dass diese zu diesem Zeitpunkt ansteckend waren. Eine vierte Person ist zwischenzeitlich ebenfalls positiv getestet worden, diese befand sich jedoch nicht während des infektiösen Zeitraums im Club. Es ist möglich, dass sie sich dort infiziert hat – sicher kann dies aber nicht mehr festgestellt werden.

Eine generelle Quarantäne für die Gäste ordnet das Gesundheitsamt entsprechend der Vorgaben des Landes Baden-Württemberg zur Kontaktpersonennachverfolgung und der aktuellen Corona-Verordnung Absonderung derzeit nicht an. Ein Ausbruchsgeschehen wird demnach ab fünf positiven Personen oder 20 Prozent einer kleineren Gruppe angenommen. Zudem ist heute bereits der siebte Tag nach dem möglichen Kontakt – ab diesem könnten sich Personen in Quarantäne freitesten.
 
Daher nutzt der Fachdienst Gesundheit in diesem Fall unter anderem die Luca-App, um einen Großteil der Clubbesucherinnen und -besucher zu erreichen. 354 Personen haben über die App einen Warnhinweis erhalten, mit der dringenden Empfehlung, freiwillig ihre Kontakte zu reduzieren und einen Schnelltest durchführen zu lassen – vor allem, wenn Symptome auftreten. Im Falle eines positiven Ergebnisses sollten sich die Betroffenen umgehend bei der Hotline des Gesundheitsamts unter 0731/185-1050 melden.
 
Über den Warnhinweis der Luca-App kann der Fachdienst Gesundheit allerdings nur Personen erreichen, die sich an dem Abend über die Luca-App eingecheckt haben. 51 weitere Clubgäste, die anstelle der App den Luca-Schlüsselanhänger, die Luca-WebApp oder das Kontaktformular genutzt haben, werden vom Gesundheitsamt telefonisch informiert und ebenfalls gebeten, sich testen zu lassen. Damit dies umgesetzt werden kann, hat das Gesundheitsamt die Kontaktdaten aller 405 Personen über die Luca-App beim Veranstalter abgefragt. 26 der 51 Personen kommen nicht aus dem Alb-Donau-Kreis, deren Kontaktdaten wurden an die zuständigen Gesundheitsämter weitergeleitet. Personen, die selbst vermuten, dass sie zu dieser Gruppe gehören, sollten diesen Anruf aber nicht abwarten, sondern möglichst schnell von sich aus aktiv werden und einen Test durchführen.
 
Auch geimpfte Gäste sollten unbedingt einen Schnelltest machen, da Impfdurchbrüche möglich sind. Geimpfte haben grundsätzlich eine geringere Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren und sind mit vergleichsweise hoher Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt. Trotzdem können sie das Coronavirus weiterverbreiten.
 
„Grundsätzlich gilt auch in Zeiten niedriger Inzidenzen: Menschen, die typische Anzeichen einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen, sollten ungeachtet ihres Impfstatus abklären, ob es sich um eine Corona-Infektion handelt oder nicht. Es gehört zur Eigenverantwortung jeder einzelnen Person, die eigenen Kontakte zu reduzieren, bis Klarheit herrscht“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsamtes.