Medizinische und pflegerische Einrichtungen noch einmal mit Schutzausrüstung versorgt

Rückzug des Bundes und Landes aus der zentralen Beschaffung von Persönlicher Corona-Schutzausrüstung (PSA)

Vertreterinnen medizinischer und pflegerischer Einrichtungen bei der Übergabe der Persönlichen Schutzausrüstung am Landratsamt in Ulm.
Vertreterinnen medizinischer und pflegerischer Einrichtungen bei der Übergabe der Persönlichen Schutzausrüstung am Landratsamt in Ulm.

Nachdem sowohl der Bund als auch das Land angekündigt haben, sich aus der zentralen Beschaffung von Persönlicher Schutzausstattung zurückzuziehen, hat der Alb-Donau-Kreis heute (4. Juni) die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen noch einmal mit Schutzausstattung versorgt. Einrichtungen müssen zukünftig ihre benötigte PSA wieder über eigene Beschaffungswege abdecken.

„Die Versorgung mit Schutzausrüstung war zu Beginn der Corona-Pandemie ein großes Thema“, sagt Stefan Tluczykont, zuständiger Dezernent in der Kreisverwaltung. Es war wichtig, dass das Land in der kritischen Anfangsphase dem Mangel an medizinischer Schutzausrüstung in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen entgegengewirkt hat. „Wir sind froh, dass wir den Einrichtungen trotz der angespannten Lage das dringend benötigte Material sicher und rasch zur Verfügung stellen konnten“, so Tluczykont.
 
Seit Anfang April konnte das Landratsamt den medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Landkreis insgesamt rund 439.500 OP-Mundschutz, 98.500 Filtermasken, 158.000 Schutzhandschuhe, 6.000 Schutzbrillen, 2.300 Schutzkittel/-anzüge sowie über 370 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen.
 
Für den Fall einer zweiten Welle der Corona-Pandemie sollten alle Einrichtungen eigene Bestände über die üblichen Beschaffungsketten auffüllen und einen ausreichenden Vorrat an Schutzausrüstung anlegen.

Auch der Landkreis wird ein Kontingent an Schutzausstattung vorhalten, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.