Kliniken in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm schließen sich zu regionalem Netzwerk zusammen

Universitätsklinikum Ulm koordiniert klinikübergreifende Übersichtsplattform

Gebäude Krankenhaus Ehingen
Das Alb-Donau-Klinikum, hier mit seinem Standort in Ehingen, ist in dem beschriebenen regionalen Netzwerk vertreten.
(Foto: ADK GmbH für Gesundheit und Soziales)
  

Die Kliniken in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm haben ein regionales Netzwerk aufgebaut, um ihre vorhandenen Kapazitäten während der Coronavirus-Pandemie bestmöglich zu nutzen. Ziel ist es, die Behandlungskapazitäten klinikübergreifend zu erfassen und zu koordinieren. Dies geschieht mit einer Übersichtsplattform, einem sogenannten Dashboard, das täglich aktualisiert wird.

Als Klinikum der Maximalversorgung für die Region koordiniert das Universitätsklinikum Ulm die Kooperation. Deren Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, Professor Dr. Udo X. Kaisers, und Landrat Heiner Scheffold (Alb-Donau-Kreis) hoben die besondere Bedeutung dieser regionalen und grenzüberschreitenden Kooperation hervor. Hervorgegangen ist die Kooperation aus den regelmäßigen Koordinationstreffen der Klinikleitungen in Ulm (Universitätsklinik Ulm, Bundeswehrkrankenhaus Ulm (BWK) und Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU)) und im Alb-Donau-Kreis (Alb-Donau-Klinikum) sowie der Kreisärzteschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung und des DRK im Landratsamt Alb-Donau-Kreis. An dem Projekt beteiligen sich neben dem Universitätsklinikum Ulm das BWK Ulm, das Alb-Donau-Klinikum mit seinen Standorten in Blaubeuren, Ehingen und Langenau, die RKU, die Agaplesion Bethesda Klinik Ulm sowie die Kliniken der Kreisspitalstiftung Weißenhorn in Neu-Ulm und Weißenhorn. Das Dashboard bildet eine gemeinsame Kapazitäten-Liste ab, die zeigt, in welcher Klinik zum jeweiligen Zeitpunkt wie viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Normal- und Intensivstationen versorgt werden. Hier kann außerdem abgelesen werden, wie viele freie Betten auf diesen Stationen für Betroffene zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können Behandlungskapazitäten für Covid-19-Patienten optimal vorbereitet und bereitgestellt werden.Landrat Heiner Scheffold sagte zu dieser Zusammenarbeit: „Wir sind in unserer Region, was die Kliniken angeht, medizinisch außerordentlich gut aufgestellt. Mit dem Dashboard und bei der Ausweitung der Behandlungskapazitäten denken wir regional, stimmen uns ab und ziehen für die betroffenen Menschen an einem Strang. Diese Kooperation endet nicht an der Landesgrenze.“Um die Versorgung der Covid-19-Patientinnen und -Patienten weiter zu verbessern, wird auch den Rettungsdiensten Zugriff auf das gemeinsame Dashboard ermöglicht. Auf diese Weise haben die Rettungsteams einen Überblick darüber, welche Klinik wie viele Kapazitäten für Patienten frei hat. Diese Form der regionalen Zusammenarbeit erleichtert somit nicht nur die Arbeit der einzelnen Kliniken, sondern unterstützt auch die Arbeit der Rettungsdienste in hohem Maße. „Das Universitätsklinikum Ulm wie auch die umliegenden Kliniken bereiten sich seit mehreren Wochen auf die Coronavirus-Pandemie vor. In diesem Zusammenhang haben wir unsere Kapazitäten im räumlichen, personellen und apparativen Bereich angepasst und aufgestockt“, erklärt der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Ulm, Professor Dr. Udo X. Kaisers. „Unser regionales Netzwerk und das gemeinsame Dashboard ermöglichen uns nun, unsere Kapazitäten bestmöglich an die Behandlungsbedarfe der an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten der Region anzupassen, ohne die weiterhin erforderliche Therapie anderer Erkrankungen dabei zu vernachlässigen.“ Neben der klinikübergreifenden Übersichtsplattform der Kliniken in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm sind Kliniken deutschlandweit angehalten, ihre Kapazitäten an das DIVI-Intensivregister zu melden, das von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Robert-Koch-Institut und der Deutschen Krankenhausgesellschaft betrieben wird. Auf Landesebene stehen in Baden-Württemberg und Bayern ähnliche Register zur Verfügung.