DRK Ulm hilft bei der Kontaktpersonennachverfolgung

Seit heute (21. Oktober 2020) unterstützt das DRK Ulm das Landratsamt Alb-Donau-Kreis bei der Kontaktpersonennachverfolgung von Corona infizierten Personen.

„Ich bin sehr beeindruckt von der hohen Einsatzbereitschaft der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK. Seit Beginn des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie hat uns das Deutsche Rote Kreuz immer wieder wertvoll unterstützt und auch jetzt seine Hilfe angeboten“, sagte Landrat Heiner Scheffold heute während eines Besuchs der DRK-Geschäftsstelle in Ulm.

Scheffold war vor Ort, um sich persönlich bei der DRK-Geschäftsleitung und den Freiwilligen zu bedanken, die ab heute das Gesundheitsamt in der Kontaktpersonennachverfolgung unterstützen.

„Es zeigt sich einmal mehr, dass das Ehrenamt eine tragende Säule unserer Gesellschaft ist und hierbei das DRK eine besondere Rolle einnimmt. Auf das Rote Kreuz ist einfach Verlass, gerade auch in besonderen Situationen! Schon während der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hat uns das DRK wiederholt geholfen,“ betonte Landrat Scheffold.

Die Kontaktpersonennachverfolgung ist für die Eindämmung des Ausbruchsgeschehens von zentraler Bedeutung. Aktuell gestaltet sie sich aber wesentlich zeitaufwändiger und arbeitsintensiver als noch im vergangenen Frühjahr: Im Vergleich zum Beginn der Pandemie, als die Infektionsketten durch den Lockdown und die strengen Kontaktbeschränkungen limitiert waren, hat sich die Relation von Infizierten und Kontaktpersonen in den letzten Wochen deutlich verschoben: Inzwischen kommen auf eine infizierte Person rund 30 bis 100 Kontaktpersonen, die identifiziert und dann informiert werden müssen. Das geschieht in der Regel telefonisch und erfordert geschultes Personal.

Nach einer bereits am Montag erfolgten Schulung werden diese Anrufe nun in den kommenden Wochen auch von den rund 30 Freiwilligen des DRKs getätigt. Mit Hilfe eines vom Gesundheitsamt erstellten Gesprächsleitfadens überprüfen sie in den Telefonaten die von der infizierten Person getätigten Angaben und ergänzen diese gegebenenfalls um weitere wichtige Informationen.

So helfen die Angehörigen des DRK den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes dabei, die Qualität des Kontaktes einzustufen und zeitnah die richtigen Maßnahmen einzuleiten.