Coronavirus in einem Pflegeheim in Ehingen – Infektionsschutzmaßnahmen umsetzen

Nachdem in einem Pflegeheim in Ehingen in der vergangenen Woche unter den Bewohnern und Mitarbeitenden Coronavirus-Erkrankungen festgestellt wurden, hat die Stadt Ehingen als Ortspolizeibehörde auf Vorschlag des Gesundheitsamts des Alb-Donau-Kreises am vergangenen Donnerstag weitere Infektionsschutzmaßnahmen angeordnet, die der Träger im Rahmen seiner Eigenverantwortung ergreifen muss.

Dazu gehört unter anderem ein Personalausfallkonzept, regelmäßige Testabstriche bei den gesunden bzw. bisher negativ getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie beim Personal der Einrichtung. Außerdem geht es um die regelmäßige Symptomkontrolle bei den Bewohnern, die getrennte Pflege und Betreuung von gesunden und am Coronavirus erkrankten Bewohnern sowie das Tragen medizinischer Schutzausrüstung durch das Pflegepersonal. Der Landkreis hatte dazu von sich aus FFP-2 Mundschutzmasken angeboten, soweit der Träger nicht darüber verfügt.
 
Mittlerweile sind 17 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden, ebenso 10 Mitarbeitende. Ein bereits vor einigen Tagen in ein Krankenhaus verlegter hochbetagter Bewohner, der positiv auf das Virus getestet worden war, ist mittlerweile verstorben.
 
Pflegeheime haben beim Infektionsschutz für Bewohner und Mitarbeiter Selbstverantwortung. Sie müssen dazu eigene Pandemie- und Hygienepläne erarbeiten und anwenden. Die Heimleitungen im Alb-Donau-Kreis wurden seitens des Gesundheitsamts frühzeitig darauf hingewiesen, was alles an Maßnahmen für einen effektiven Infektionsschutz in der Einrichtung ergriffen werden muss.