Corona-Pandemie: Antrag auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr gestellt

Foto (LRA ADK): Markus Möller, Erster Landesbeamter im Alb-Donau-Kreis, unterzeichnet den Hilfeleistungsantrag im Landratsamt.

Durch die rasant steigenden Zahlen der Covid19-Infektionen hat sich der Arbeitsauf-wand in den Gesundheitsämtern bundesweit stark erhöht. Aus diesem Grund hat der Landrat des Alb-Donau-Kreises Heiner Scheffold am vergangenen Freitag, den 16. Oktober 2020 die Ausrufung der höchsten Stufe des Landratsamt-internen Personalstufenkonzepts angeordnet. Da sich die Kontaktpersonennachverfolgung immer aufwändiger gestaltet, reicht diese Maßnahme nicht aus, um den aktuellen Personalbedarf des Gesundheitsamtes zu decken.

Um die Kontaktpersonennachverfolgung und die frühzeitige Unterbrechung von Infektionsketten im Alb-Donau-Kreis und im Stadtkreis Ulm weiterhin sicherzustellen, hat der Erste Landesbeamte Markus Möller am heutigen Montag, den 19. Oktober 2020, einen Antrag auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr für das Gebiet des Alb-Donau-Kreises und die Stadt Ulm gestellt.
 
Markus Möller erklärt: „Ich erhoffe mir durch die Unterstützung der Bundeswehr eine spürbare Entlastung unserer personellen Ressourcen. Gleichzeitig sollen die zusätzlichen Kräfte gewährleisten, dass wir das Infektionsgeschehen trotz seiner hohen Dynamik präzise nachvollziehen und der Ausbreitung des Corona-Virus effizient entgegenwirken können.“
 
Der Antrag auf Hilfeleistung wurde zuständigkeitshalber an das Regierungspräsidium Tübingen geleitet. Von dort geht er über das Landesinnenministerium an die Bundeswehr.
 
Auf diese Weise soll der Fachdienst Gesundheit durch Soldatinnen und Soldaten insbesondere bei der Kontaktpersonennachverfolgung sowie weiteren Aufgaben in der Identifizierung von und Kommunikation mit Verdachts- und Indexfällen unterstützt werden.