Beratungsangebot durch die Gesundheitsämter bei der Umsetzung der Neuerungen in § 35 IfSG

Mit der jüngsten Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) traten am 1. Oktober 2022 die neuen Regelungen in § 35 IfSG in Kraft. Seither sind voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen zur Betreuung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Personen sowie ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die vergleichbare Dienstleistungen anbieten, dazu verpflichtet, für ihre Einrichtungen Hygienepläne zur Infektionsprävention zu entwickeln. Bereits bestehende Hygienepläne, die die innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Infektionshygiene festlegen, sind dabei an den Stand der medizinischen Wissenschaft und der Pflegewissenschaft anzupassen. Die voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen sollen zudem für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 7. April 2023 eine oder mehrere verantwortliche Personen (Koordinierungspersonen) benennen, die für die Einhaltung der Anforderungen, Abläufe und Maßnahmen verantwortlich sind. Hierunter fallen zum Beispiel die Einhaltung von Hygieneanforderungen und der Hygienepläne, die Organisation im Zusammenhang mit Impfen und Testen und (im Falle einer vollstationären Einrichtung) die Maßnahmen zur Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner mit antiviralen Therapeutika. Das Gesundheitsamt bietet daher eine Beratung bei der Konzeption und Umsetzung der neuen Aufgaben an. Einrichtungen können sich im Falle von Beratungsbedarf unter folgender E-Mail-Adresse an das Gesundheitsamt wenden: gesundheitsamt@alb-donau-kreis.de