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Kreishaushalt 2018 im Überblick

Der Kreistag des Alb-Donau-Kreises hatte am 11. Dezember 2017 mit sehr großer Mehrheit den Haushalt für das Jahr 2018 verabschiedet – bei zwei Gegenstimmen. Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 266,2 Millionen Euro, 31,8 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr.

Die veranschlagten Investitionen liegen bei 26,4 Millionen Euro (2017: 19,1 Millionen Euro). Eine höhere Investitionssumme gab es seit der Kreisreform (1973) nur drei Mal.

Als Zahlungsmittelüberschuss (entspricht in etwa der früheren Zuführungsrate) fließen aus laufender Verwaltungstätigkeit 4,8 Millionen Euro in den Finanzhaushalt (2017: 7,6 Millionen Euro). Gründe sind u.a. Rückstellungen, die der Landkreis für den Ausgleich des Erfolgsplans der Krankenhaus GmbH aus dem Jahr 2017 und im Zusammenhang mit der so genannten Spitzabrechnung der Kosten mit dem Land bei der Flüchtlingsunterbringung im Vorjahr gebildet hat. Diese werden in 2018 in Anspruch genommen.

Im Kreishaushalt 2018 ist ein Liquiditätsbedarf von 16,7 Millionen Euro veranschlagt. Dafür wird der Landkreis die Aufnahme von inneren Darlehen erhöhen; am Kreditmarkt werden aber weitere Schulden getilgt.

Kreisumlage, Steuerkraft und Verschuldung

Der Hebesatz der Kreisumlage bleibt 2018, wie im Jahr 2016 und 2017 bei 28 Prozent. Real, mit Blick auf die gestiegene Steuerkraftsumme, ergibt sich 2018 ein Kreisumlageaufkommen von 72,4 Millionen Euro. Das sind 6,2 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr (2017).

Der Alb-Donau-Kreis gehört weiterhin zu den Landkreisen mit dem niedrigsten Kreisumlagehebesatz in Baden-Württemberg. Bei den Steuerkraftsummen der Gemeinden je Einwohner verzeichnete der Alb-Donau-Kreis mit einem Plus von 9 Prozent auf 1.338 Euro überdurchschnittlichen Zuwachs im Landesvergleich, bleibt aber auf Platz 25 von 35 Landkreisen.
Die Verschuldung wird Ende 2018 bei 17,6 Millionen Euro liegen.
Seit Einbringung des Kreishaushalts in den Kreistag am 13. November und nach Vorliegen aktueller Zahlen nach der jüngsten Steuerschätzung des Landes konnten die Inneren Darlehen, die der Landkreis aufnehmen will, auf 9,9 Millionen Euro reduziert werden.

OEW-Ausschüttungen

Wie im laufenden Jahr wird der Alb-Donau-Kreis keine Ausschüttungen des Zweckverbandes OEW (Oberschwäbische Elektrizitätswerke) im Haushalt verbuchen können. Landrat Heiner Scheffold: "Erst ab 2020 können wir wieder mit einer moderaten Ausschüttung rechnen."

Abdeckung des Fehlbetrags für die kreiseigenen Krankenhäuser

Der Alb-Donau-Kreis unterstützt auch im Jahr 2018 die kreiseigenen Krankenhäuser der ADK GmbH für Gesundheit und Soziales mit einem Zuschuss in Höhe von 4,3 Millionen Euro zur Abdeckung des betrieblichen Fehlbetrags. Zusätzlich – und einmalig in 2018 – wurde, durch Umstellung des Verlustausgleichs, ein Betrag aus 2017 in Höhe von 4,5 Millionen Euro zum Ausgleich des Erfolgsplans der Krankenhaus GmbH im Haushalt des Landkreises eingestellt.

Im Investitionsbereich unterstützt der Alb-Donau-Kreis das Alb-Donau Klinikum mit seinen Standorten in Ehingen, Blaubeuren und Langenau mit 8,6 Millionen Euro.

Sozialausgaben

Der Zuschussbedarf für die sozialen Leistungen des Landkreises steigt 2018 um 4,3 Millionen Euro auf knapp 70,9 Millionen Euro. Gründe sind unter anderem Mehrkosten bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und die Kosten für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen steigen im Haushaltsjahr 2018 um knapp 2,86 Millionen Euro gegenüber dem laufenden Jahr – auf 44,4 Millionen Euro. Hauptursachen sind Stellenzuwächse in Folge zusätzlicher Aufgaben. Dazu zählen auch die Personalstellen für die Flüchtlingsintegration aus dem Pakt für Integration zwischen dem Land und der kommunalen Seite. Diese speziellen Aufwendungen (1,41 Millionen Euro) werden vom Land jedoch komplett erstattet.

Investitionsvorhaben 2018 (26,4 Millionen Euro)



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