Impfungen von Kindern und Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) nach individueller Prüfung möglich

Landessozialministerium hat Regelungen und Rechtsauffassung klargestellt

Im Kreisimpfzentrum (KIZ) Ehingen wird im Rahmen des landesübergreifenden Impf-Terminbuchungssystems, bei Impfungen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, auf der Basis des Beschlusses der STIKO und den Vorgaben des Landes verfahren. Ob eine Person dieser Altersgruppe geimpft wird oder nicht muss danach im Impfzentrum jeweils auf den Einzelfall bezogen entschieden werden.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Migration Baden-Württemberg hatte dazu seine Regelungen und Rechtsauffassung nochmals erläutert. Landrat Heiner Scheffold hatte sich Anfang dieser Woche mit der Ministeriumsspitze in Verbindung gesetzt, um den Ablauf im KIZ Ehingen, auf der Basis eines einheitlichen Verfahrens in den Impfzentren des Landes, sicherzustellen. Auch seitens des Generalunternehmers für das KIZ Ehingen, der Huber Group, wurde diese Klärung ausdrücklich begrüßt.
 
Nach den Regelungen des Landes ist eine Impfung von Kindern und Jugendlichen mit dem Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ab einem Alter von 12 Jahren möglich, wenn der individuelle Wunsch dazu besteht, eine ärztliche Aufklärung stattgefunden hat und das Risiko akzeptiert wird. Das Landessozialministerium verweist dabei ausdrücklich auf den entsprechenden Beschluss der STIKO, der diese Möglichkeit vorsieht.
 
Dazu muss es ein individuelles ärztliches Aufklärungsgespräch im Impfzentrum geben. Der Arzt entscheidet dann, ob er die Impfung vertreten kann oder nicht. Dies muss aber auf den jeweiligen Einzelfall hin entschieden werden, so die Rechtsauffassung des Landessozialministeriums.
 
Über das Vorgehen bei Impfungen von Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren in Impfzentren hatte es auch bei anderen Impfzentren im Land Anfragen beim Landessozialministerium gegeben. Die Impfzentren sind Einrichtungen, die im Auftrag und nach Vorgaben des Landes betrieben werden.