Coronavirus: Aktuelle Informationen des Gesundheitsamtes Alb-Donau-Kreis und Ulm

Fachdienst Gesundheit im Landratsamt Alb-Donau-Kreis setzt Arbeit weiter intensiv fort

Nachdem der in Göppingen wohnhafte Patient mit nachgewiesener Erkrankung am neuartigen Coronavirus auch mehrere Kontaktpersonen im Alb-Donau-Kreis hat, arbeitet der Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis daran, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Ziel ist es, die Ansteckungsketten zu unterbrechen und rasch zu stoppen.

Die vier Kontaktpersonen, die mit dem Patienten aus dem Kreis Göppingen im Zusammenhang stehen, konnten alle identifiziert werden. Sie wurden vom Fachdienst Gesundheit gebeten, 14 Tage in häuslicher Isolation zu verbleiben. Die Personen müssen sich täglich beim Fachdienst Gesundheit melden und über ihren Gesundheitszustand, insbesondere über ihre gemessene Körpertemperatur, informieren. Allen Betroffenen wurden Abstriche entnommen. Die Entnahme der Abstriche erfolgte durch die Hausärzte. Die Ergebnisse der Abstriche, ob eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus vorliegt, bleiben abzuwarten. 
Der Fachdienst Gesundheit ist schon seit mehreren Wochen in intensivem Austausch mit den Kliniken, Rettungsdiensten und der Kreisärzteschaft Ulm/Alb-Donau-Kreis. Die Vorbereitungen wurden frühzeitig getroffen, sodass sich der Landkreis auf die jetzige Situation angemessen vorbereitet sieht. Alle Beteiligten wurden sensibilisiert und mit den wesentlichen aktuellen Informationen versorgt.
 
Die Leiterin des Fachdienstes Gesundheit, Dr. Barbara Unger, unterstrich: „Wir arbeiten weiterhin alle sehr konzentriert und fokussiert und setzen darauf, dass wir den Virus in den Griff bekommen.“
 
Auch die Krankenhäuser sind auf einen eventuellen Corona-Ausbruch vorbereitet. Ärzte und Pflegekräfte wissen, was zu tun ist.
 
Grundlage aller Entscheidungen des Landratsamtes sind die Falldefinitionen und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Dieses informiert ausführlich, welche Maßnahmen wann ergriffen werden sollen, um die Gesundheit zu schützen und das Auftreten von Erkrankungsfällen bzw. die Weiterverbreitung von Erkrankungen zu verhindern.
 
Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.
 
Der Fachdienst Gesundheit weist darauf hin, dass bei Kindern und Jugendlichen, bei denen es sich um keine Kontaktperson oder keinen Verdachtsfall handelt, oder bei denen keine nachgewiesene Erkrankung am neuartigen Coronavirus vorliegt, die Schulpflicht gilt. Größere Menschenansammlungen sollten nach Einschätzung des Fachdienstes Gesundheit gemieden werden.

Hinweise für Reiserückkehrer
Personen, die sich in Risikogebieten (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) aufgehalten haben oder Kontakt mit einer an dem neuen Coronavirus erkrankten Person hatten, und bis 14 Tage nach der Rückkehr bzw. dem Kontakt grippeartige Krankheitssymptome entwickeln, sollten einen Arzt aufsuchen. Nehmen Sie unter Hinweis auf den Aufenthalt in einem Risikogebiet telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Notdienst auf. Aus Vorsichtsgründen sollten Erkrankte die Kontakte zu Mitmenschen so weit wie möglich einschränken.

Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie - nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten sie unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten.